Lektion 7: Ich sehe nur die Vergangenheit
- Francine Ackermann
- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Dieser Gedanke ist am Anfang schwer zu akzeptieren. Dennoch ist er die Grundlage für alle vorherigen Lektionen. Er ist der Grund dafür, dass nichts von dem, was du siehst, an sich eine Bedeutung hat. Er ist der Grund dafür, dass du allem, was du siehst, die gesamte Bedeutung gegeben hast, die es für dich hat. Er ist der Grund dafür, dass du nichts von dem, was du siehst, wirklich verstehst. Er ist der Grund dafür, dass deine Gedanken keine Bedeutung haben und den Dingen gleichen, die du siehst. Er ist der Grund dafür, dass du dich nie aus dem Grund aufregst, den du meinst. Und er ist der Grund dafür, dass du dich aufregst, weil du etwas siehst, was nicht da ist.
Alte Vorstellungen von Zeit lassen sich nur schwer verändern. Alles, was du glaubst, ist in Zeit eingebettet und hängt davon ab, dass du neue Vorstellungen von Zeit nicht lernst. Gerade deshalb brauchst du neue Vorstellungen von Zeit. Diese erste neue Vorstellung ist nicht so fremd, wie sie zunächst klingt.
Betrachte zum Beispiel eine Tasse. Siehst du wirklich eine Tasse – oder tauchen lediglich vergangene Erfahrungen auf? Erinnerungen daran, eine Tasse in der Hand gehalten zu haben, durstig gewesen zu sein, daraus getrunken zu haben, den Rand an den Lippen gespürt zu haben, beim Frühstück gesessen zu haben. Auch deine Vorstellung davon, ob die Tasse schön ist oder zerbrechen kann, beruht auf früherem Lernen. Was weisst du über diese Tasse ausser dem, was du in der Vergangenheit gelernt hast? Ohne dieses Lernen wüsstest du nicht, was sie ist. Siehst du sie also wirklich?
Sieh dich nun um. Das gilt für alles, was du ansiehst. Erkenne dies an, indem du den heutigen Gedanken ohne Unterschied auf alles anwendest, was dir auffällt. Zum Beispiel:
Ich sehe in diesem Bleistift nur die Vergangenheit.
Ich sehe in diesem Schuh nur die Vergangenheit.
Ich sehe in dieser Hand nur die Vergangenheit.
Ich sehe in jenem Körper nur die Vergangenheit.
Ich sehe in jenem Gesicht nur die Vergangenheit.
Verweile nicht bei einem einzelnen Ding. Achte aber darauf, nichts bewusst auszulassen. Schau kurz hin und gehe dann weiter. Drei- oder viermal am Tag, jeweils etwa eine Minute, genügt.
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