top of page

Lektion 4: Diese Gedanken haben keinerlei Bedeutung. Sie sind wie die Dinge, die ich in diesem Raum sehe [auf dieser Strasse, von diesem Fenster aus, an diesem Ort].

  • Autorenbild: Francine Ackermann
    Francine Ackermann
  • 4. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Zu Beginn dieser Übungen nimmst du etwa eine Minute lang einfach wahr, welche Gedanken dir durch den Kopf gehen. Danach wendest du den heutigen Leitgedanken auf diese Gedanken an.


Wenn dir unglückliche Gedanken auffallen, verwende sie für die Übung. Wähle dabei aber nicht nur Gedanken aus, die du für "schlecht" hältst. Wenn du beginnst, deine Gedanken zu beobachten, wirst du merken, dass sie eine Mischung sind. In gewisser Weise lässt sich keiner von ihnen wirklich als "gut" oder "schlecht" bezeichnen. Deshalb haben sie keinerlei Bedeutung.


Bei der Auswahl der Gedanken ist es wichtig, sie einzeln und sorgfältig zu benennen. Hab keine Angst davor, sowohl "gute" als auch "schlechte" Gedanken zu verwenden. Keiner von ihnen sind deine wirklichen Gedanken. Sie verdecken nur das, was darunter liegt. Die sogenannten "guten" Gedanken sind nur Schatten von dem, was dahinter ist – und Schatten machen das Sehen schwer. Die sogenannten "schlechten" Gedanken blockieren das Sehen und machen es unmöglich. Du willst weder das eine noch das andere.


Diese Übung ist sehr wichtig und wird später in leicht veränderter Form wiederholt. Ihr Zweck ist es, dich in den ersten Schritten darin zu schulen, das Bedeutungslose vom Bedeutungsvollen zu unterscheiden. Sie ist ein erster Versuch, langfristig zu lernen, das Bedeutungslose als ausserhalb von dir zu sehen und das Bedeutungsvolle als in dir. Ausserdem beginnt hier die Schulung deines Geistes darin, zu erkennen, was gleich ist und was verschieden.


Wenn du deine Gedanken für die Übung verwendest, benenne jeden Gedanken nach der Hauptperson oder dem zentralen Geschehen darin, zum Beispiel:


"Dieser Gedanke über ___ hat keinerlei Bedeutung. Er ist wie die Dinge, die ich in diesem Raum sehe."


Du kannst den Leitgedanken auch auf einen bestimmten Gedanken anwenden, den du als schädlich empfindest. Das kann hilfreich sein, ersetzt aber nicht das eher zufällige Vorgehen, das für diese Übungen vorgesehen ist. Beobachte deinen Geist dabei nicht länger als etwa eine Minute. Du hast noch zu wenig Übung, um zu vermeiden, dich dabei in Gedanken zu verlieren.


Es kann dir ausserdem schwerfallen, bei diesen Übungen ganz ohne Urteile über deine Gedanken zu bleiben. Das ist normal, denn dies sind die ersten Übungen dieser Art. Wiederhole sie deshalb nicht öfter als drei- oder viermal am Tag. Wir kommen später noch einmal darauf zurück.


https://lektionen.acim.org/de Hier findest du die offizielle deutsche Seite zum Kurs


Durchscheinende, formlose Gedanken lösen sich in einem ruhigen, offenen Raum langsam auf.
Das, was ich jetzt sehe, hat keine Bedeutung an sich.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page