Lektion 26: Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an
- Francine Ackermann
- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Es ist leicht zu sehen, dass du, wenn du angegriffen werden kannst, nicht unverletzlich bist. Du erlebst Angriff als eine wirkliche Bedrohung. Das ist so, weil du glaubst, dass du selbst wirklich angreifen kannst. Und was durch dich Wirkungen hat, muss auch auf dich Wirkungen haben. Dieses Gesetz wird dich letztlich erlösen. Im Moment benutzt du es jedoch gegen dich. Darum musst du lernen, es zu deinem Besten anzuwenden und nicht dagegen.
Weil du Angriffsgedanken projizierst, hast du Angst vor Angriff. Und wenn du Angst vor Angriff hast, musst du glauben, dass du verletzlich bist. Angriffsgedanken machen dich in deinem eigenen Geist verletzlich, genau dort, wo diese Gedanken sind. Angriffsgedanken und Unverletzlichkeit können nicht zugleich angenommen werden. Sie schliessen einander aus.
Der heutige Leitgedanke führt die Einsicht ein, dass du immer zuerst dich selbst angreifst. Wenn Angriffsgedanken dich glauben lassen, dass du verletzlich bist, dann schwächen sie dich in deinen eigenen Augen. Sie greifen dein Selbstbild an. Und weil du ihnen glaubst, kannst du nicht mehr an dich selbst glauben. Ein falsches Bild von dir tritt an die Stelle dessen, was du bist.
Die Übung des heutigen Leitgedankens hilft dir zu verstehen, dass Verletzlichkeit und Unverletzlichkeit Folgen deiner eigenen Gedanken sind. Nichts ausser deinen Gedanken kann dich angreifen. Nichts ausser deinen Gedanken kann dich glauben lassen, dass du verletzlich bist. Und nichts ausser deinen Gedanken kann dir zeigen, dass du es nicht bist.
Sechs Übungszeiten sind erforderlich. Jede soll etwa zwei Minuten dauern. Wenn das Unbehagen zu gross wird, kann auf eine Minute verkürzt werden, aber nicht weiter.
Beginne jede Übungszeit mit der Wiederholung des heutigen Leitgedankens. Schliesse dann die Augen und denke an ungelöste Situationen, deren Ausgang dir Sorgen bereitet.
Diese Sorge kann viele Formen haben: Depression, Besorgnis, Ärger, Belastung, Angst oder Befangenheit. Jede Situation, die tagsüber immer wieder auftaucht, eignet sich. Du wirst nur wenige Situationen auswählen können, weil jede sorgfältiger betrachtet werden soll. Der heutige Gedanke wird so angewendet:
Nenne zuerst die Situation:
Ich mache mir Sorgen über ___.
Dann zähle jeden möglichen Ausgang auf, der dir Angst macht, und sage:
Ich habe Angst, dass ___ geschieht.
Wenn du die Übung gründlich machst, werden dir meist fünf oder mehr beunruhigende Möglichkeiten einfallen. Es ist hilfreicher, wenige Situationen gründlich zu bearbeiten als viele nur kurz zu streifen. Einige der Möglichkeiten, besonders spätere, werden dir vielleicht besonders unangenehm erscheinen. Versuche dennoch, alle gleich zu behandeln.
Nachdem du jede angstbesetzte Möglichkeit benannt hast, sage dir:
Dieser Gedanke ist ein Angriff auf mich selbst.
Beende jede Übungszeit, indem du den heutigen Leitgedanken noch einmal wiederholst.
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