Lektion 25: Ich weiss nicht, wozu irgendetwas dient
- Francine Ackermann
- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Sinn und Zweck geben Bedeutung. Der heutige Leitgedanke erklärt, warum nichts von dem, was du siehst, Bedeutung hat. Du weisst nicht, wozu es dient. Darum erscheint es dir bedeutungslos. In Wahrheit dient alles deinem Besten. Das ist sein Zweck, das ist sein Sinn, und das ist seine Bedeutung. Wenn du das erkennst, werden deine Ziele eins. Und dann bekommt das, was du siehst, Bedeutung.
Du siehst die Welt aus der Perspektive von Ego-Zielen. Diese Ziele haben nichts mit deinem Besten zu tun, weil das Ego nicht du bist. Durch diese falsche Identifikation kannst du nicht verstehen, wozu irgendetwas dient. Darum wirst du es zwangsläufig falsch benutzen. Wenn du das erkennst, wirst du versuchen, die Ziele zurückzunehmen, die du den Dingen gegeben hast, statt sie weiter zu verstärken.
Die Ziele, die du jetzt wahrnimmst, drehen sich alle um scheinbar "persönliche" Interessen. Da du keine persönlichen Interessen hast, drehen sich diese Ziele in Wahrheit um nichts. Wenn du an ihnen festhältst, hast du überhaupt keine wirklichen Ziele. Und deshalb weisst du nicht, wozu irgendetwas dient.
Bevor die heutigen Übungen für dich Sinn ergeben können, brauchst du noch einen weiteren Gedanken. Auf oberflächlicher Ebene verstehst du durchaus Zweck. Aber auf dieser Ebene kann Sinn nicht wirklich verstanden werden. Du weisst zum Beispiel, dass ein Telefon dazu dient, mit jemandem zu sprechen, der nicht bei dir ist. Was du nicht verstehst, ist, warum du mit dieser Person sprechen willst. Und genau das entscheidet darüber, ob der Kontakt Bedeutung hat oder nicht.
Für dein Lernen ist es entscheidend, dass du bereit bist, die Ziele aufzugeben, die du den Dingen gegeben hast. Zu erkennen, dass sie bedeutungslos sind – nicht gut oder schlecht –,ist der einzige Weg dorthin. Der heutige Leitgedanke ist ein Schritt in diese Richtung.
Es sind sechs Übungszeiten von jeweils etwa zwei Minuten erforderlich. Beginne jede Übung mit der langsamen Wiederholung des Leitgedankens. Dann sieh dich um und lass deinen Blick auf allem ruhen, was du siehst – nah oder fern, wichtig oder unwichtig, menschlich oder nicht menschlich. Während du hinschaust, sage zum Beispiel:
Ich weiss nicht, wozu dieser Stuhl dient.
Ich weiss nicht, wozu dieser Bleistift dient.
Ich weiss nicht, wozu diese Hand dient.
Sage dies langsam und ruhig, ohne den Blick vom Gegenstand abzuwenden. Dann gehe zum nächsten über und verfahre ebenso.
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