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Lektion 12: Ich rege mich auf, weil ich eine bedeutungslose Welt sehe

  • Autorenbild: Francine Ackermann
    Francine Ackermann
  • 12. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Dieser Gedanke ist besonders wichtig, weil er eine grundlegende Fehlwahrnehmung berichtigt. Du glaubst, dass dich eine beängstigende Welt, eine traurige Welt, eine gewalttätige Welt oder eine verrückte Welt aufregt. All diese Eigenschaften gibst du der Welt selbst. Die Welt an sich ist bedeutungslos.


Diese Übungen werden mit offenen Augen gemacht. Schau dich diesmal langsam um. Versuche, einen gleichmässigen Rhythmus zu finden, sodass dein Blick in regelmässigen Abständen von einem Gegenstand zum nächsten geht. Achte darauf, dass du nicht länger oder kürzer bei manchen Dingen verweilst. Halte ein ausgeglichenes, gleichmässiges Tempo ein. Was du siehst, spielt keine Rolle. Du lernst das, indem du allem, was du siehst, die gleiche Aufmerksamkeit und die gleiche Zeit gibst. Das ist ein erster Schritt darin, allen Dingen den gleichen Wert beizumessen.


Während du dich umsiehst, sage dir:


Ich denke, ich sehe eine beängstigende Welt, eine gefährliche Welt, eine feindselige Welt, eine traurige Welt, eine böse Welt, eine verrückte Welt


und so weiter, mit allen Beschreibungen, die dir einfallen. Wenn dir auch Begriffe einfallen, die eher positiv wirken, beziehe sie mit ein. Zum Beispiel eine "gute Welt" oder eine "befriedigende Welt". Wenn solche Begriffe auftauchen, verwende sie zusammen mit den anderen. Du verstehst vielleicht noch nicht, warum auch diese dazugehören. Erinnere dich aber daran, dass eine "gute Welt" eine "schlechte" voraussetzt und eine "befriedigende Welt" eine "unbefriedigende". Jeder Begriff ist für diese Übung geeignet. Ob er positiv oder negativ erscheint, spielt keine Rolle.


Achte darauf, dass du den gleichen Zeitabstand einhältst, egal ob du etwas als angenehm oder unangenehm empfindest. Für diese Übung gibt es keinen Unterschied zwischen beidem. Am Ende der Übungszeit füge hinzu:


Aber ich rege mich auf, weil ich eine bedeutungslose Welt sehe.


Was bedeutungslos ist, ist weder gut noch schlecht. Warum sollte dich also eine bedeutungslose Welt aufregen? Wenn du die Welt als bedeutungslos akzeptieren und zulassen könntest, dass die Wahrheit für dich auf sie geschrieben wird, würde dich das glücklich machen. Doch weil sie bedeutungslos ist, schreibst du selbst darauf, was sie für dich sein soll. Das ist es, was du siehst. Das ist es, was in Wahrheit bedeutungslos ist. Unter deinen Worten steht Gottes Wort geschrieben. Die Wahrheit regt dich jetzt auf. Wenn deine Worte ausgelöscht sind, wirst du die seinen sehen. Das ist das Ziel dieser Übungen.


Drei oder vier Übungszeiten reichen aus. Die Übungen sollten nicht länger als etwa eine Minute dauern. Vielleicht empfindest du auch das schon als zu lang. Beende die Übung, sobald du Anstrengung bemerkst.


https://lektionen.acim.org/de Hier findest du die offizielle deutsche Seite zum Kurs


Eine alltägliche Umgebung, in der neutrale Szenen von feinen emotionalen Farbstimmungen überlagert erscheinen.
Die Aufregung entsteht durch die Bedeutung, die der Welt gegeben wird.

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