13. Was ist ein Wunder?
- Francine Ackermann
- 7. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Ein Wunder richtet den Geist sanft auf die Wahrheit aus und lässt Liebe wieder sichtbar werden.
Ein Wunder stellt etwas richtig. Es erschafft nichts Neues und verändert die Wirklichkeit nicht. Es schaut einfach auf das, was der Geist falsch wahrnimmt, und erinnert ihn daran, dass das, was er sieht, nicht wahr sein kann. Ein Wunder hebt den Irrtum auf – mehr nicht. Es versucht nicht, über die Wahrnehmung hinauszugehen oder die Aufgabe der Vergebung zu ersetzen. Deshalb bleibt es innerhalb der Zeit. Doch es öffnet den Weg zurück zur Zeitlosigkeit und lässt die Liebe wieder wach werden, denn Angst verschwindet vor seiner sanften Heilung.
Ein Wunder bringt Gnade. Es wird immer als Einheit gegeben und empfangen. Damit zeigt es ein Gesetz der Wahrheit, das die Welt nicht versteht. Ein Wunder dreht eine verdrehte Wahrnehmung wieder richtig herum und beendet damit die Verzerrungen, die vorher sichtbar waren. Jetzt steht die Wahrnehmung der Wahrheit offen. Jetzt wird Vergebung als völlig berechtigt und sinnvoll erkannt.
Vergebung ist das Zuhause aller Wunder. Die Augen Christi schenken sie jedem, auf den sie mit Liebe und Barmherzigkeit schauen. In diesem Blick wird Wahrnehmung berichtigt, und was früher als Fluch erschien, kommt nun als Segen. Jede Lilie der Vergebung bringt der ganzen Welt das stille Wunder der Liebe. Und jede Lilie wird vor Gottes Wort gelegt, auf den universellen Altar, an dem Schöpfer und Schöpfung in vollkommener Reinheit und Freude vereint sind.
Ein Wunder wird zuerst im Glauben angenommen. Schon die Bitte um ein Wunder zeigt, dass der Geist bereit ist, sich etwas vorzustellen, das er nicht sehen oder verstehen kann. Doch dieser Glaube ruft Zeugen hervor – Zeichen, die bestätigen, dass die Grundlage dieses Glaubens wirklich ist. So rechtfertigt das Wunder den Glauben an sich selbst und zeigt, dass es auf einer Welt beruht, die wirklicher ist als die Welt, die man vorher wahrgenommen hat – eine Welt, die frei ist von den Dingen, die man dort zu sehen glaubte.
Wunder fallen wie sanfter, heilender Regen auf eine trockene, staubige Welt, in der Wesen an Durst und Hunger zu sterben glauben. Jetzt haben sie Wasser. Jetzt ist die Welt grün. Und überall tauchen Zeichen von Leben auf – als stille Botschaft, dass das, was wirklich lebt, niemals sterben kann, denn Leben trägt immer Unsterblichkeit in sich.
Quintessenz
Wunder korrigieren Irrtum, öffnen die Wahrnehmung für Wahrheit und führen in eine Welt, die von Liebe statt von Angst getragen wird. Vergebung ist ihr Zuhause und ihre Wirkung bringt Leben dahin zurück, wo vorher Trockenheit war.
Vielleicht öffnen dir diese Fragen den Raum, in dem Wunder wieder selbstverständlich werden?
Welche Möglichkeiten tauchen auf, wenn ich Irrtum einfach korrigieren lasse, statt ihn zu verteidigen?
Was verändert sich, wenn ich erlaube, dass ein Wunder meine Wahrnehmung still wieder richtig ausrichtet?
Wie viel leichter wird mein Tag, wenn ich Vergebung als Türöffner statt als Aufgabe sehe?
Welche Welt zeigt sich, wenn ich bereit bin, meinen Glauben auf etwas Wirklicheres auszurichten?
Was entsteht, wenn ich Wunder wie Regen annehme – ohne Anstrengung, aber voller Empfangsbereitschaft?
https://lektionen.acim.org/de Hier findest du die offizielle deutsche Seite zum Kurs





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