top of page

Lektion 44: Gott ist das Licht, in dem ich sehe

  • Autorenbild: Francine Ackermann
    Francine Ackermann
  • vor 11 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Der heutige Gedanke erweitert den gestrigen. Du kannst in Dunkelheit nicht sehen. Und du kannst das Licht nicht selbst erzeugen. Du kannst dir Dunkelheit vorstellen und glauben, darin zu sehen. Aber Licht gehört zum Leben und ist Teil der Schöpfung. Schöpfung und Dunkelheit schliessen einander aus. Licht und Leben dagegen gehören zusammen, weil sie Aspekte derselben Schöpfung sind.


Um wirklich zu sehen, musst du erkennen, dass das Licht in dir ist, nicht ausserhalb von dir. Du siehst nicht ausserhalb von dir. Auch das Mittel, mit dem du siehst, ist nicht ausserhalb von dir. Ein wesentlicher Teil dieses Mittels ist das Licht selbst. Dieses Licht ist immer bei dir. Darum ist Sehen in jeder Situation möglich.


Heute versuchen wir, dieses Licht zu erreichen. Wir verwenden dafür eine Übungsform, die schon früher eingeführt wurde und künftig öfter genutzt wird. Für einen undisziplinierten Geist ist sie schwierig. Doch sie ist ein zentrales Ziel der Schulung. Sie verlangt genau das, was dem ungeschulten Geist fehlt. Wenn du sehen willst, ist diese Schulung notwendig.


Halte heute mindestens drei Übungszeiten von jeweils drei bis fünf Minuten. Länger ist gut – aber nur, wenn es ohne Anstrengung geschieht. Für einen geschulten Geist ist diese Übung ganz natürlich. Für einen ungeschulten Geist wirkt sie ungewohnt und schwierig.


Dein Geist ist nicht mehr völlig ungeschult. Du bist bereit, diese Übungsform zu lernen. Dennoch kann Widerstand auftauchen. Der Grund ist einfach: In dieser Übung lässt du alles zurück, was du bisher geglaubt und gedacht hast. Objektiv ist das Befreiung aus der Hölle. Für das Ego fühlt es sich wie Identitätsverlust an.


Wenn du etwas Abstand vom Ego nimmst, erkennst du, dass seine Angst bedeutungslos ist. Es kann hilfreich sein, dich daran zu erinnern: Zum Licht zu gehen heisst, der Dunkelheit zu entkommen – auch wenn es anders erscheint. Gott ist das Licht, in dem du siehst. Du versuchst, ihn zu erreichen.


Beginne die Übung mit offenen Augen und wiederhole den Gedanken. Schliesse dann langsam die Augen und wiederhole ihn weiter. Lass danach alle Ablenkungen los und sinke innerlich tiefer. Dein Geist kann nur aufgehalten werden, wenn du es willst. Er bewegt sich von selbst in seine natürliche Richtung. Beobachte auftauchende Gedanken ruhig und gehe innerlich an ihnen vorbei.


Du brauchst kein bestimmtes Vorgehen – aber ein Bewusstsein für die Bedeutung dessen, was du tust. Erlösung ist das Glücklichste, was du tun kannst. Und das Einzige von wirklichem Wert. Nur sie hat wirklichen Nutzen für dich.


Wenn Widerstand auftaucht, halte inne und wiederhole den Gedanken mit geschlossenen Augen. Wenn Angst entsteht, öffne die Augen kurz. Nimm die Übung dann wieder mit geschlossenen Augen auf.


Wenn du richtig übst, entsteht Entspannung. Vielleicht das Gefühl, dich dem Licht zu nähern. Stell dir formloses, unbegrenztes Licht vor. Lass die Gedanken dieser Welt vorbeiziehen. Sie binden dich nur, wenn du ihnen Macht gibst.

Wiederhole den Gedanken tagsüber oft – mit offenen oder geschlossenen Augen. Vergiss ihn nicht. Vor allem: entscheide dich heute, ihn nicht zu vergessen.


https://lektionen.acim.org/de Hier findest du die offizielle deutsche Seite zum Kurs


Eine sitzende Person in ruhiger Umgebung, in weiches, formloses Licht getaucht, das den Raum sanft durchdringt.
Im Stillwerden wird das Licht sichtbar, das Sehen überhaupt erst möglich macht.

bottom of page