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Lektion 43: Gott ist meine Quelle. Ich kann nicht getrennt von ihm sehen

  • Autorenbild: Francine Ackermann
    Francine Ackermann
  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Wahrnehmung gehört nicht zu Gott. Sein Bereich ist Erkenntnis. Doch er hat den Heiligen Geist als Verbindung zwischen Wahrnehmung und Erkenntnis erschaffen. Ohne diese Verbindung hätte Wahrnehmung in deinem Geist die Erkenntnis vollständig ersetzt. Mit dieser Verbindung wird Wahrnehmung verändert und gereinigt, sodass sie zur Erkenntnis führt. Das ist ihre Funktion, wie der Heilige Geist sie versteht. Und deshalb ist es auch ihre wahre Funktion.


In Gott gibt es kein Sehen, denn Wahrnehmung existiert dort nicht. In der Erlösung jedoch – also in der Aufhebung dessen, was nie wirklich war – hat Wahrnehmung einen wichtigen Zweck. Vom Sohn Gottes für einen unheiligen Zweck benutzt, muss sie nun zum Mittel werden, durch das er sich seiner Heiligkeit wieder bewusst wird. Wahrnehmung an sich hat keine Bedeutung. Der Heilige Geist gibt ihr jedoch eine Bedeutung, die Gottes Bedeutung nahekommt. Die geheilte Wahrnehmung wird so zum Mittel der Vergebung – gegenüber deinem Bruder und dadurch dir selbst.


Du kannst nicht getrennt von Gott sehen, weil du nicht von ihm getrennt sein kannst. Was immer du tust, geschieht in ihm. Was immer du denkst, denkst du mit seinem Geist. Wenn die Schau wirklich ist – und sie ist wirklich, insofern sie den Zweck des Heiligen Geistes teilt – dann kannst du nicht getrennt von Gott sehen.


Drei Übungszeiten von jeweils fünf Minuten sind heute vorgesehen – eine möglichst früh, eine möglichst spät und eine weitere zu einer für dich passenden Zeit. Wiederhole zu Beginn jeder Übungszeit den Leitgedanken mit offenen Augen. Sieh dich dann kurz um und wende ihn konkret auf einige Dinge an, die du siehst. Vier oder fünf Gegenstände genügen. Zum Beispiel:


Gott ist meine Quelle. Ich kann diesen Schreibtisch nicht getrennt von ihm sehen.

Gott ist meine Quelle. Ich kann dieses Bild nicht getrennt von ihm sehen.


Wähle die Gegenstände ohne bewusste Auswahl oder Ausschluss. Danach schliesse die Augen, wiederhole den Leitgedanken und lasse Gedanken aufkommen, die ihn unterstützen. Zum Beispiel:


Ich sehe mit den Augen der Vergebung.

Ich sehe die Welt als gesegnet.

Die Welt kann mir mich selbst zeigen.

Ich sehe Gedanken, die mit Gottes Gedanken übereinstimmen.


Jeder Gedanke ist geeignet, wenn er nicht im Widerspruch zum Leitgedanken steht.

Wenn dein Geist abschweift oder unpassende Gedanken auftauchen, öffne die Augen und beginne erneut mit dem ersten Teil der Übung. Vermeide es, dich länger mit belanglosen Gedanken zu beschäftigen.


In den kürzeren Übungen kannst du den Gedanken den Situationen anpassen. Wenn du mit jemandem zusammen bist, sage innerlich:


Gott ist meine Quelle. Ich kann dich nicht getrennt von ihm sehen.


Unterscheide nicht zwischen Menschen.


Wende den Leitgedanken auch auf Situationen an, die dich bedrücken:


Gott ist meine Quelle. Ich kann dies nicht getrennt von ihm sehen.


Wenn dir nichts Bestimmtes einfällt, wiederhole den Leitgedanken einfach so, wie er ist. Lass heute keine langen Zeiträume verstreichen, ohne dich an ihn zu erinnern.


https://lektionen.acim.org/de Hier findest du die offizielle deutsche Seite zum Kurs


Gemalte Szene einer ruhigen Person in einer Landschaft im Morgengrauen, durchzogen von sanftem Licht, das Figur und Umgebung verbindet.
Nicht getrennt sehen heisst, die gemeinsame Quelle in allem zu erkennen.

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