Lektion 35: Mein Geist ist Teil von Gottes Geist. Ich bin sehr heilig
- Francine Ackermann
- 7. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Der heutige Leitgedanke beschreibt nicht, wie du dich jetzt siehst. Er beschreibt jedoch, was die Schau dir zeigen wird. Für jeden, der glaubt, er sei in dieser Welt, ist es schwer, das über sich zu glauben. Doch der Grund, warum er glaubt, er sei in dieser Welt, ist, dass er es nicht glaubt.
Du glaubst, dass du Teil deiner Umgebung bist. Das ist so, weil du dir eine Umgebung erschaffst, die dein Selbstbild schützt. Dieses Bild von dir gehört zu dieser Umgebung. Durch dieses Bild schaust du auf die Welt. Das ist kein wirkliches Sehen. Bilder können nicht sehen.
Der heutige Gedanke zeigt dir eine ganz andere Sicht auf dich selbst. Er sagt dir, woher du wirklich kommst. Und dadurch zeigt er dir, wer du wirklich bist. Heute liegt der Schwerpunkt nicht auf dem, was du siehst, sondern auf dir als dem, der sieht.
Beginne jede der drei Übungszeiten damit, den Gedanken zu wiederholen. Schliesse dann die Augen. Suche in deinem Geist nach allen Begriffen, mit denen du dich selbst beschreibst. Beziehe positive und negative Eigenschaften ein. Alle sind gleich unwirklich. Denn du siehst dich nicht aus der Sicht der Heiligkeit.
Am Anfang wirst du eher negative Beschreibungen finden. Später vielleicht eher übertriebene, positive. Beides ist gleich. Illusionen haben keine Richtung. Sie sind einfach nicht wahr.
Eine Liste kann zum Beispiel so aussehen:
Ich sehe mich als ausgenutzt.
Ich sehe mich als traurig.
Ich sehe mich als Versager.
Ich sehe mich als hilflos.
Ich sehe mich als erfolgreich.
Ich sehe mich als Verlierer.
Ich sehe mich als freundlich.
Ich sehe mich als tugendhaft.
Denke nicht abstrakt darüber nach. Diese Begriffe kommen mit konkreten Situationen. Nimm eine Situation. Finde die Worte, mit denen du dich darin beschreibst. Wende den Gedanken darauf an. Und füge hinzu:
Aber mein Geist ist Teil von Gottes Geist.
Ich bin sehr heilig.
Manchmal fällt dir nichts ein. Dann entspanne dich. Wiederhole den Gedanken ruhig. Warte, bis etwas auftaucht. Zwinge nichts hervor. Übergehe aber auch nichts.
Wende den Gedanken tagsüber auf Eigenschaften an, die du dir gerade zuschreibst. Wenn dir nichts einfällt, wiederhole den Leitgedanken still mit geschlossenen Augen.
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