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Wie ich heimlich bei meinen Yogafrauen einziehe

... ohne Miete zu zahlen ...


Meine Yogafrauen berichten mir immer wieder, dass ich ihnen im Alltag in den Sinn komme. Nicht, weil ich mich ständig melde – sondern weil das, was wir im Unterricht machen, weiterwirkt.

Neugierig bat ich sie, mir ihre Erlebnisse und Beispiele zu erzählen. Und was dabei herauskam, ist besser als jede Werbekampagne:


Ich verbinde in meinem Unterricht die alte indische Yogatradition mit der modernen westlichen Sichtweise der Spiraldynamik und der Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht.

Mir ist wichtig zu zeigen: Yoga findet nicht nur auf der Matte statt – sondern wirkt mitten im Leben. Leise. Nachhaltig. Und manchmal ziemlich amüsant.


Hier ein paar meiner Lieblingsgeschichten:


Eine Rückmeldung kam mit Verspätung – dafür umso differenzierter:

"Ich brauchte Zeit, um das zu sortieren. Wenn ich morgens mit Rückenschmerzen aufwache, weiss ich: Rückbeugen helfen. Und wenn ich nachts wachliege und keine Schäfchen zählen will, atme ich mich mit bestimmten Übungen zurück in den Schlaf."

Die sofortigen Effekte spürt sie klar – die langfristigen zeigen sich subtil: mehr Gelassenheit, mehr Selbstbewusstsein, mehr innere Ruhe. Yoga wirkt – manchmal mit Wumms, manchmal ganz sacht.



Eine andere Schülerin weiss genau, welche Asana ihr hilft, wenn sie krank im Bett liegt. Und beim Zähneputzen denkt nicht nur sie automatisch: "Wo sind eigentlich meine Schultern gerade?" Ich sag’s ja – Badezimmerpräsenz inklusive.



Dann gibt’s da die Yogini, die sich abends sorgfältig bettet – ganz ohne Kissen, flach auf dem Rücken. Ihr Partner kommentiert trocken: "Ah, du büschelest wieder." Na klar – das nenn ich: konsequent verkörperte Yogapraxis.


Auch beim Rüebli raffeln oder mit dem Schwingbesen geht’s zur Sache: Hand- und Fingerstellung, Aufrichtung, Kopfhaltung – alles wird mit feinem Gespür überprüft. Wie ein stiller Bodyguard für Haltung & Bewusstsein.



Beim Spaziergang wird bewusst geatmet und im Pilates beobachtet eine Teilnehmerin die Haltung der anderen – und denkt sich im Stillen: "Danke, dass ich jetzt sehe und spüre, wie's zusammenhängt."



Und dann gibt’s noch die Weltenbummlerin: Ob sie über einen Strand läuft und ihre Fussabdrücke kontrolliert oder nach einem unglücklichen Wasserfall-Stunt mit gebrochener Rippe auf einem Stein sitzt – sie atmet bewusst, bleibt ruhig, bleibt bei sich. Einfach da – mit allem, was sie gelernt hat.


Sogar im Büro hat sich eine ihren ganz persönlichen Notfallknopf eingerichtet: Kollege nervt zum gefühlt tausendsten Mal?

Mula Bandha aktivieren und zentrieren. Und später im Yoga zeigt sie mit einer kleinen Handbewegung, was sie angewendet hat. Wortlos, aber eindeutig.


Die Aquafit-Geschichte? Auch ein Highlight: Die Trainerin korrigiert, erklärt, stoppt – und sagt dann: "Ausser dir – du machst es eh immer richtig." Koordinierte Haltung – danke, Spiraldynamik!



Und mein persönlicher Lieblingsmoment: Ich erzähle vor der Stunde von etwas, das mich genervt hat – und eine meiner Frauen grinst breit: "Hast du gefragt, ob es deins ist?"

Touché!

Ein Access-Werkzeug, das offensichtlich angekommen ist. Obwohl sie früher dachte, das alles flutscht an ihr vorbei.



Und so könnte ich noch lange weiterschreiben...


Fazit:

Ich wohne wohl nicht nur in Bern und Worb – sondern auch ein bisschen in Zähnen, Schultern, Atemzügen, Betten, Büros, Küchen und Aquafit-Becken.


Ganz ohne Mietvertrag – aber mit bleibender Wirkung.


Yoga, Spiraldynamik und Co. – wie ein guter Radiosender: Immer da, wenn man hinhört.



Illustration einer Yogalehrerin in Meditationshaltung im Zentrum, umgeben von Alltagsszenen ihrer Schüler:innen: beim Zähneputzen, Schlafen, Gemüseschneiden, Spazieren, am Strand, beim Arbeiten, im Büro, bei Pilates und an einem Wasserfall – zeigt, wie Yoga in den Alltag integriert wird.
Yoga überall: Wie Haltung, Atem & Bewusstsein in den Alltag meiner Teilnehmerinnen einsickern – ganz ohne Matte.

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