Tradition
Sri T. Krishnamacharya (1888 - 1989)
Vater meines Lehrers
(Quelle: www.yogakshemam.net) In Indien wird die Zahl 108 als heilig betrachtet. Die Veden beschreiben: als der Schöpfer das Universum kreierte, schuf er 108 Gottheiten, die es verwalten sollten. Später in der Mythologie trugen alle Götter und Göttinnen 108 Namen.
Die Shatanâma-Tradition, oder die Girlande der Namen, wird weitergeführt. Heutzutage wird dieses Shatanâma einem spirituellen Meister anlässlich seines 108ten Geburtstags geschenkt. In der indischen Kultur erhalten Hundertjährige - aufgrund ihrer Lebenserfahrung - 108 Jahre nach ihrer Geburt den Rang einer Gottheit. Der 108te Geburtstag wird oft von den Nachkommen gefeiert, die sich mit anderen Personen zusammenfinden, um den Vorfahren zu ehren.
Dies trifft auch für Sri T. Krishnamacharya zu, einer Symbolfigur der kulturellen Tradition Indiens und dem Gründer des Yogaunterrichts für Europäer.
Sri T. Krishnamacharya wurde 1888 in Südindien geboren und gehörte einer Familie von Philosophen und spirituellen Meistern an. Er war das älteste von fünf Kindern.